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Das Schloss im Süden von München wird als Tagungs- und Exerzitenort genutzt. Und dort wohnt auch der örtliche Geistliche.

Erbaut wurde das Schloss 1715 von Joseph Effner, ein Schüler des bekannten Rokoko-Baumeisters Germain Boffrand. Nach zwei Jahren Bauzeit wurde von dem damaligen Kurfürsten Max Emanuel als Lustschloss genutzt. Zehn Jahre später schenkte der Kurfürst Karl Albrecht, späterer Kaiser Karl VII, das Schloss seiner Frau Amalia Maria.

Die Tradition das Haus als Heilungsort zu nutzen stammt aus dem 19. Jahrhundert. Damals wurde der schwer erkrankte König Otto I. dort behandelt, während es gleichsam militärisch genutzt wurde. Der Ort ist für eine Kaserne gut gelegen, denn eine Reise nach München, zur Landeshauptstadt, war kurzzeitig möglich.

Schloss Fürstenried © Wikipedia.de
Erbaut im Rokoko-Stil durch den Kurfürsten Max Emanuel

In der Zeit der Weimarer Republik zog die Kirche dort ein und so ist es bis heute geblieben. Seit 1925 ist es ein Ort zur Seelenfindung und ein Platz für christliche Exerzitien. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde es kurzzeitig als theologische Fakultät genutzt, wo auch der heutige Papst sein Studium vollzog.

Von der ursprünglich prachtvollen Ausstattung ist aber nicht viel geblieben. Nur ein Zimmer spiegelt noch die Pracht damaliger Verhältnisse. Das ehemalige Lust- und später Jagdschloss aus adligem Geblüt wird also seit geraumer Zeit von der Kirche genutzt und heute finden dort ausschließlich Kurse und Übungen zur geistigen Führung statt.

Die Reiseberichte einzelner Besucher dieses Schlosses geben einen Eindruck über die dort stattfindenden geistigen Reisen zu sich selbst. Neben Priesterseminaren finden dort Veranstaltungen wie Besinnungstage und Meditationskurse mit Übernachtungsmöglichkeiten statt. Diese stehen auch im Schatten des Kreuzes.

Im November beispielsweise findet dort ein Seminar zu “Fasten und innere Einkehr” statt.

  • Beginn: 18:00 Ende: 13:00 Uhr
  • Kostenbeitrag 280,00 Euro



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Die Residenz München öffnet wieder seine Pforten und bietet Konzerte und Führungen, die jenseits des normalen Alltagsbetriebs liegen. Vom 11.10. bis zum 19.10.2008 kann man also einiges zu sehen bekommen.

Residenz München - Allerheiligen Hofkirche © flickr / jan.martin

Die Residenz München, die man direkt am Odeonsplatz finden kann bietet in seiner Residenzwoche ein großes Programmspektrum an. Neben Vorträgen, Aufführungen und Konzerten wird es auch einige Führungen zu bestaunen geben, die man sonst nicht zu sehen bekommt.

Insgesamt hat der Besucher eine Auswahl von circa 100 Führungen. Zum Glück handelt es sich dabei nicht um 100 verschiedene Führungen, sondern es verteilen sich eine Hand voll Führungen auf den gesamten Zeitraum vom 11.10. bis zum 19.10. und summieren sich auf insgesamt 100 Stück.    [...mehr]


Hirschgarten in München/©flickr/goldendDas Magdalenenfest ist ein kleines, ursprüngliches Volksfest im Hirschgarten. Wie jedes Jahr findet es auch Heuer zum Gedächtnis der Patronin statt. Vom 12. - 20. Juli gibt es im Hirschgarten wieder alles was das Herz begehrt.

Die Anfänge des gemütlichen Festes gehen bis auf 1728 zurück. Damals kam der Kurfürst von Köln, Clemens August, eigens nach München um die neu erbaute Magdalenenklause einzuweihen. Diese wurde zum Gedenken an die Büßerin Magdalena, vom bayerischen Kurfürsten Max Emanuel errichtet. Bis 1930 fand das Volksfest im Nymphenburger Schlosspark statt. Aus verkehrstechnischen Gründen lagerte man es dann zum Romanplatz um. 1959 musste es erneut “umziehen” und findet seit dem nun an seinem aktuellen Platz im Hirschgarten statt.    [...mehr]


Von der Würm abgeschottet und von großen, alten Bäumen gerahmt findet man im Westen von München Schloss Blutenburg.

Schloss Blutenburg Die Anfänge des Schlosses liegen weitgehend im Dunkeln. Erstmals wird das es 1432 urkundlich erwähnt, nach Ausgrabungen im 19. Jahrhundert werden die Ursprünge des seine um 1200 vermutet.

Bis ca. 1430 bestand die Blutenburg aus 4 Wehrtürmen und dem Herrenhaus. Der Pfortenbau, die Wehrmauer sowie der Torturm und das Ökonomiengebäude wurden im Auftrag Herzog Albrecht III nachträglich errichtet.

In einem der vier Schlosstürme befindet sich die historische Schlosskapelle. Diese wurde den Heiligen Georg und Andreas gewidmet. 1497 wurde sie nach dem einsetzen des letzten Glasfensters fertig gestellt. Über den genauen Erbauer der Schlosskapelle ist nichts bekannt. Die Kapelle wird gern fürBlick auf Schlosskapelle Blutenburg/©flickr/petersidor Hochzeiten und Taufen gebucht, im Angrenzenden Schloss können ebenfalls für Festlichkeiten Räume gemietet werden. Für das leibliche Wohl sorgt die Schlossschänke und für das geistliche Wohl sowie die kirchliche Trauung das örtliche Pfarramt.

In der dunkelsten Zeit des vom Krieg zerrütteten Deutschland war Jella Leppmann der Überzeugung das durch Kinderbücher Völkerverständigung praktiziert werden könne. Darum schuf sie 1949 eine einzigartige Institution: die Internationale Jugendbibliothek. Diese wurde 1953 als „Associated Project“ von der UNESCO übernommen und hat seit 1989 ihren Sitz in Schloss Blutenburg. Bis heute beherbergt sie ca. 500.000 Bücher in über 130 Sprachen und zählt damit als größte Bibliothek für Jugendliteratur überhaupt. Allein die Sammlung historischer Kinderbücher umfasst etwa 60.000 Bände. Zu den Öffnungszeiten kann man die Büchervielfalt begutachten und auch in ausgewählten Werken schmökern.

Das Schloss lockt jährlich mit verschiedenen Veranstaltungen wie Opernaufführungen in Schlosshof oder dem alljährlichen Töpfermarkt im Oktober. (Hier der Veranstaltungskalender für 2008) Das Schloss ist nur eines von vielen Sehenswürdigkeiten in München, aber einen Besuch ist es wert.

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