Die Zigarette sucht sich einen Weg. Und sie hat einen Weg gefunden. Den Raucherclub. Allein in München können über 700 solcher Raucherclubs verzeichnet werden, so die Süddeutsche Zeitung. Und der absolute Nichtraucherschutz scheint seine rechtliche Geltungsgrundlage zu unterwandern. Denn immer mehr Gastronomen umgehen das Gesetz.
Im Kern werden die Raucherclubs den geschlossenen Gesellschaften gleichgestellt, sodass das Gesetz zum Rauchverbot nicht eindeutig greifen kann. Dabei treten die Gastronomen und deren Gäste dem Verein zum Erhalt bayerischer Wirtshauskultur bei und umgehen somit das Passivraucherschutzgesetz. Die Gastronomen können ihre Lokale zeitlich bestimmt oder zeitlich unbestimmt zu Raucherclubs erklären. Das bleibt ihnen offen. Insbesondere die Einraumgastronomie tendiert zu den Raucherclubs.
Die Raucherclubs stellen das Nichtraucherschutzgesetz in Frage. Der Drang zur Zigarette scheint hier nachgegeben zu werden. Und die Gesundheit der Nichtraucher bleibt außen vor. Es bleibt zu hoffen, dass das Passivraucherschutzgesetz endlich den Belangen der Nichtraucher nachkommt. Bis dahin wird die Debatte um das Rauchverbot munter weitergehen. [...mehr]
Den Bekanntheitsgrad eines Mario Barth oder eines Michael Mittermeier wird Dieter Nuhr vermutlich nicht ganz erreichen, der sein Humor bewegt sich mehr auf dem schmalen Grad zwischen Stan-Up-Comedy und Kabarett. Plumper Humor, der die Massen zu Begeisterungsstürmen hinreißt, sucht man bei Dieter Nuhr vergeblich.
Stattdessen ergibt sich die Komik zumeist aus einem viel komplexeren Zusammenhang, der vielen Teilen unserer
Gesellschaft verborgen bleibt, da sie entweder ein großes Desinteresse am allgemeinen Tagesgeschehen hegen und einfach nicht den intellektuellen Schlussfolgerungen eines Dieter Nuhrs folgen können.
Dieser spitzfindige Humor kann am Samstag, den 26. April, im Circus Krone in München live verfolgt werden. Mit seinem Programm „Nuhr die Wahrheit“ durchstreift Nuhr zahlreiche Themengebiete wie die Schöpfungslegenden, parlierenden Politikern oder aktuelle Tagesgeschehnisse.
Nuhr selbst reagiert gelassen seinen Erfolg und kommentiert dies so: „Mein aktuelles Programm ist jetzt schon einige Monate gelaufen, und wenn ich Kritiken Glauben schenken darf, dann ist es so geworden, dass ich auch in der nächsten Zeit feste Nahrung zu mir nehmen kann…”.
Alternative Abendgestaltung am Samstag, die durchaus lohnenswert ist! [...mehr]
Filmnächte unter freiem Himmel? Endlich! Das bekannteste Kino-Open-Air in München meldet sich im Juli auf dem Königsplatz zurück. Denn es gilt wieder großes Kino in warmen Sommernächten zu erleben. Und das Kinoprogramm in München wird auch dieses Jahr breit gestreut sein.
Der Königsplatz sorgt mit seinem grünen Ambiente für eine ausgelassene Stimmung. Denn die Besucher können sich mit kulinarischen Köstlichkeiten und kühlen Getränken auf die Kinonacht einstimmen. Inmitten einer traumhaften Kulisse unter freiem Sternenhimmel und untergehender Sonne wird Kino zu einem außergewöhnlichen Erlebnis. Ein Erlebnis, das jeder filmliebende Münchner erlebt haben sollte.
Der Sommer naht, das Kino-Open-Air auch. [...mehr]
Erste S-Bahnen sind mit Kameras ausgestattet, Busse, Tram- und U-Bahnen folgen bald. Laut Bahn sollen die elektronischen Spione die Münchner S-Bahn sicherer machen.
Klein, schwarz und unauffällig sind die in die Decken der S-Bahnen integriert: die neuen Überwachungskameras.
Der Münchner Nahverkehr soll sicherer, Verbrechen verhindert und Täter leichter durch die Polizei überführt werden. Den elektronischen Augen entgeht nichts im Zug.
780000 Menschen fahren täglich in München mit der S-Bahn. Den wenigsten dürften bisher die elektronischen Spione aufgefallen sein, die sie in einigen Zügen begleiten. Rund ein halbes Dutzend Kameras sind in den betreffenden Wagendecken platziert. Sie beobachten alles, was rund um sie herum passiert.
Brutale Attacken wie die in Tutzing auf einen 48-Jährigen, der zwei Jugendliche vor ein paar Angreifern beschützen wollte, sollen schneller aufgeklärt werden. Die Bahn hofft zudem, dass durch die Videoüberwachung Straftaten verhindert werden und auch der Vandalismus in den Zügen zurückgeht.
Von den insgesamt 238 Triebwagen werden 105 mit dem neuen System im S-Bahnwerk in Steinhausen nachgerüstet.
Auch bei der U-Bahn laufen die Vorbereitungen. „Vier Wagen werden derzeit mit Kameras verschiedener Hersteller ausgerüstet“, sagt Bettina Hess, Sprecherin der Stadtwerke. Später sollen alle 570 U-Bahnwagen mit Kameras ausgerüstet werden.
Gleiches gilt auch für die Tram, alle 90 Wagen erhalten Videokameras. Die Testfahrzeuge sollen im Sommer auf die Strecke gehen. Auch 91 Linienbusse der Stadt sind bereits mit Kameras ausgestattet, 31 weitere werden folgen.
Ähnlich wie bei der S-Bahn werden die aufgezeichneten Bilder auf einer Festplatte in den Fahrzeugen gespeichert. Nach 48 Stunden sollen sie automatisch überspielt werden. „Sollte sich in dieser Zeit aber ein Vorfall ereignen“, so Bettina Hess, „wird die jeweilige Festplatte ausgewertet.“ Die Bilder bekommen, so versichert die Stadtwerkesprecherin, nur bestimmte Personen zu Gesicht, etwa die Beamten der Bundespolizei. [...mehr]
Die ersten Sonnenstrahlen und frühlingshaften Temperaturen am vergangenen Wochenende haben Appetit auf mehr gemacht. So wandelten gleich Tausende von Spaziergänger durch die Gärten der bayrischen Landeshauptstadt, um die Natur beim Erwachen aus dem Winterschlaf zu beobachten.
Der berühmteste Vertreter der schönen Gärten unter den Sehenswürdigkeiten in München ist ohne Zweifel der Englische
Garten, aber im Schatten des berühmten Bruders existieren wahre Schönheiten. Ein Beispiel hierfür ist der Riemer Park, der auf dem ehemaligen Flughafengelände von München-Riem errichtet wurde.
Acht Jahre hat die gesamte Gestaltung des Gartens in Anspruch genommen, der im Jahr 2005 Gastgeber der Bundesgartenschau gewesen ist. Den Ideen- und Realisierungswettbewerb hatte der französische Landschaftsarchitekt Gilles Vexlard 1995, so dass seine Pläne letztendlich umgesetzt wurden. Es entstand ein öffentlicher Garten mit gradlinigen Strukturen und rasterartigen Flächen, die dem Park eine leichte Übersicht, aber den sehr starken Eindruck von Künstlichkeit verschaffen. Der Riemer See mit einer Größe von zehn Hektar wurde eindrucksvoll in das Gesamtbild des Parks integriert. Neben der Funktion als öffentlicher Garten erfüllt der Riemer Park auch die als Frischluftschneise, was wiederum den Menschen in der Messestadt zu Gute kommt.
Gerade jetzt im Frühling eignet sich der Park wunderbar für den sonntäglichen Spaziergang, den man in einem Restaurant oder Cafe gemütlich beschließen kann. Mit etwas Sonne lassen sich hier wunderschöne Stunden verbringen. [...mehr]
Ein aufregendes Radsport-Event findet am 20. April 2008 in München statt.
Der erste CityBike Marathon mit Start und Ziel im Olympiastadion spricht vor allem die Freizeitsportler an.
Veranstalter ist unter anderem die Barmer, auf deren Website man auch sämtliche Informationen und Anmeldeformulare für das Event findet.
Gestartet wird über 60 beziehungsweise 100km, auch einen KidsBike Marathon wird es geben, um die Veranstaltung zum Event für die gesamte Familie zu machen.
Für eine Teilnahme sind keine Radrennsport Erfahrungen notwendig. Die Streckenführung durch die City von München, dem Isarradwanderweg, der Allianz Arena und der olympischen Ruderregatta beinhaltet keine technischen Schwierigkeiten
Anmeldeschluß ist der 13. April!
Die Teilnahme am KidsBike Marathon ist für die Teilnehmer kostenfrei. Alle Erwachsenen zahlen zwischen 35 und 70 Euro Startgeld; Mitglieder der Barmer fahren natürlich günstiger.
Veranstalter/ Veranstaltungsort:
20.04.2008
09:00 Uhr
Start und Ziel Olympiastadion
Spiridon-Louis-Ring 21
80809 München
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“Wir brauchen wieder mehr Ordnung”, sagt Bayerns Innenminister Joachim Herrmann. Er will die alte Sperrstunde zurück.
Drei Jahre nach der Sperrzeitenlockerung in Bayern denkt Innenminister Joachim Herrmann (CSU) laut über eine Verschärfung der Regelung nach. Gewalt und Vandalismus hätten zugenommen und auch der Lärm von Rauchern vor den Kneipen sei für Besitzer von Wohnungen in München inakzeptabel, so Herrmann. Deswegen soll bald wieder um spätestens 2 Uhr Schluss sein mit dem Radau. Außerdem erwägt der Minister ein nächtliches Alkoholverbot an Tankstellen.
Es gäbe zunehmend Beschwerden über nächtliche Ruhestörungen im Umfeld von Kneipen und Restaurants und dies werde sich vermutlich noch verdoppeln, sobald das Wetter besser wird. „Die Beschäftigung der Polizei in den Nachtstunden hat massiv zugenommen, das sind die Fakten“, begründet Herrmann sein Vorgehen. Laut dem Bayerischen Städtetag sind seit 2006 Körperverletzungen unter Alkoholeinfluss zwischen ein und fünf Uhr morgens um 25 Prozent angestiegen. „Polizei und Jugendämter würden deshalb „unter Nutzung aller rechtlichen Möglichkeiten konsequent gegen Alkoholmissbrauch vorgehen“, so der Minister.
Rückendeckung bekommt der Innenminister vom Vorstand des Bayerischen Städtetags, Hans Schaidinger: „Wir wollen auf die Interessen unserer Bürger besser Rücksicht nehmen und die Wohnqualität in den Innenstädten sichern.“ Angestrebt wird, dass die Gaststätten von 2 bis 6Uhr geschlossen sein müssen. Bleibt zu hoffen, dass in den Wohnungen der Anwohner dann wieder Ruhe einkehrt. [...mehr]
Mit der Münchner Biennale existiert seit zwei Jahrzehnten in München ein weltweit einmaliger Event.
Auch die berühmten Komponisten des Musiktheaters haben einmal klein angefangen. Und ohne ein Sprungbrett wären sie vermutlich nie so bekannt geworden. Ein solches Sprungbrett für junge Künstler hat die Münchener Biennale geschaffen. Nachwuchskomponisten stellen hier ihre Werke vor, eingebettet in einen Zusammenhang aus Konzerten, Symposien und Komponistengesprächen. Vom 17. April bis 3. Mai präsentiert die weltweit einmalige Initiative wieder ein anspruchsvolles Programm.
Das Thema der 11. Biennale lautet “Fremde Nähe” und verweist auf ein Paradoxon des modernen Lebens. Was ist in der Ära der Globalisierung überhaupt fern, was fremd, was vertraut? Die Nachwuchskünstler des neuen Musiktheaters laden auf eine musikalische Entdeckungsreise ein, auf der sie diese Frage aus ganz unterschiedlichen Perspektiven beleuchten.
Seit 1988 findet das internationale Festival für neues Musiktheater im Zwei-Jahres-Turnus statt. Zum Programm gehören - neben der Präsentation - die Reflexion und Diskussion der Aufführungen. Neue Werke, die im Rahmen des Festivals vorgestellt werden, sollen auch zur Weiterentwicklung des neuen Musiktheaters beitragen. Denn auf der Münchener Biennale werden die Talente junger, am Theater interessierter Komponisten nicht nur gefördert, sondern auch gefordert.
Münchener Biennale
17. April bis 3. Mai
diverse Orte
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Achtung, Großwild und Kleinvieh sollte in Deckung gehen, denn bei Mittermaier wird scharf geschossen!
Allerdings zum Glück nur mit Lachsalven
Nach seinem erfolgreichen Programm “Paranoid”, berichtet der Münchner Comedian von seinen Beobachtungen im Urwald, den wir unsere Heimat nennen.
Mit vollem Körpereinsatz und bissigem Humor nimmt Mittermeier in “Safari” die alltäglichen Zwischenfälle und weniger alltäglichen Ungereimtheiten des Lebens ins Visier. Eine Veranstaltung zum Lachmuskeln trainieren!
14.-17. April 2008, 20:00 Uhr
Circus Krone
Marsstr. 43
80335 München
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Die einen sehen sie als Zeichen der Offenheit und Toleranz, die anderen als offene Provokation und Verlust von Heimat. Umstritten sind die Baupläne für eine Moschee aber in jedem Fall.
Für alle Menschen in Deutschland gilt das in der Verfassung garantierte Recht auf Religionsfreiheit. Doch nicht zuletzt dank der Meinungsmache populistischer Medien müssen sich die Muslime dieses Recht immer wieder aufs Neue erkämpfen. Das Bild, das vor allem die Medien über die Religion des Islam zeichnen, ist in den letzten Jahren zunehmend negativ gewesen. Dank einer Minderheit fanatischer Muslime wurde die Vorstellung einer gewaltverherrlichenden, menschenverachtenden Religion auf Millionen Menschen projiziert, die in der Regel doch nichts anderes wollen, als ungestört und in Würde ihrer Religion nachzugehen, Gottesdienste zu besuchen und ansonsten einen normalen Alltag zu leben - wie auch Millionen Katholiken und Protestanten in Deutschland.
Als bekannt wurde, dass im Stadtteil Sendling, am Rand der Großmarkthalle, eine neue Münchner Moschee entstehen soll, erhob sich solcher Protest bei den deutschen Anwohnern, dass sogar die “New York Times” darüber berichtete.
Ziemlich verwundert, nicht nur deswegen, weil in New York eine Moschee etwas Selbstverständliches ist, sondern auch, weil mittlerweile über drei Millionen Muslime in Deutschland leben, wohnen und arbeiten.
Seit den sechziger Jahren sind sie eingewandert, meist als billige Arbeitskräfte, von der hiesigen Wirtschaft hierher geholt. Und dennoch müssen sie auch heute um das vermeintlich Selbstverständliche kämpfen.
Jahrelang hatten die Sendlinger Muslime in einer verkommenen ehemaligen Möbelhandlung ihre Gebete verrichten müssen, vor vier Jahren hatte der Moscheeverein bei der Stadt um den Bau einer repräsentativen Moschee nachgesucht.
Der Münchner Stadtrat hat das Vorhaben zwar genehmigt, aber die Regierung von Oberbayern hob den Stadtratsbeschluss nach Einsprüchen der Anwohner wieder auf - auch weil die Moschee das Ortsbild beeinträchtige. Wichtiger bei diesem Entschluss war jedoch wahrscheinlich die ominöse Angst, die die meisten Menschen heutzutage vor dem “Feindbild Islam” haben.
Nun will das Münchner Planungsreferat die Neubaupläne erneut auslegen und die Diskussion in der Bevölkerung kocht aufs Neue hoch.
Am Sonntag, 6.4.2008, läuft zu diesem Thema um 19 Uhr eine Sendung auf dem Bayrischen Rundfunk (BR).
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![Open Air © Flickr Julius Von der Pahlen [Querelle]](http://www.muenchener-rundschau.de/wp-content/uploads/2008/04/open-air.jpg)





