Noch vor zwei Wochen hatte man sich in der Wintervorbereitung getroffen und sich friedlich mit 1:1 getrennt. Dass man sich jedoch so schnell wiedersehen würde, hätten vermutlich beide Vereine nicht gedacht, jedoch bescherte Glücksfee Simone Laudehr, deutsche Frauen-Fußball-Nationalspielerin, den Münchnern ein Derby im DFB-Pokal Viertelfinale.
Während die Bayern-Verantwortlichen von einem Glückslos sprechen, reagierte 1860-Trainer Marko Kurz eher verhalten: „”Bayern ist mit Sicherheit der schwerste Gegner im Wettbewerb, deshalb kann ich nicht von einem Wunschlos sprechen. Ein Heimspiel wäre uns natürlich lieber gewesen.” Egal, die Fans beider Mannschaften sehen das Derby ähnlich positiv wie Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld. „Jetzt kribbelt die Stadt, wir freuen uns riesig auf dieses Lokalderby.”
Für 1860 München, die seit ihrem Abstieg mit argen finanziellen Problem zu kämpfen haben, wäre ein Weiterkommen äußerst lukrativ, aber allein die Austragung des Viertelfinales wird jede Menge Geld in die leeren Kassen fließen lassen, denn vermutlich wird die Partie vom Fernsehen übertragen und die Allianz-Arena ausverkauft sein. Sportlich gesehen sind die Bayern natürlich Favorit, schließlich wollen sie ihre Chance wahren, drei Titel in bayrische Landeshauptstadt zu holen. Allerdings dürfen sie die kleinen Münchner nicht unterschätzen, denn schon beim Spiel vor zwei Wochen haben die Löwen unglaublichen Kampfgeist bewiesen, den sie allerdings am vergangene n Wochenende habe vermissen lassen, als man gegen den FC Augsburg mit 0:3 unterlag.
Das 204. Derby beider Traditionsmannschaft birgt also jede Menge Zündstoff und wird die Stadt in Aufregung versetzten. Spieltermin ist entweder der 26. oder 27. Februar. [...mehr]
Die bayrische Landeshauptstadt kommt beim Thema Gewalt einfach nicht mehr aus den Schlagzeilen. Im beschaulichen München haben kurz vor Weihnachten zwei Jugendliche in der U-Bahn einen Rentner krankenhausreif geschlagen und gestern wurde die Stadt erneut von einem kaltblütigen Mord erschüttert.
Emine S. befindet sich gemeinsam mit ihrer kleinen Tochter auf den Weg in den Kindergarten, als der Onkel ihres Ex-Mannes Servet S. den beiden Unschuldigen auflauert. Blitzartige springt der in der Türkei geborene Mann vor den beiden auf die Straße und zielt dreimal auf Emine S. Im Anschluss wendet er sich der fünfjährigen Tochter zu und schießt ebenfalls auf sie. Zuletzt richtet der Täter die Waffe gegen sich selbst. Die Notärzte können weder etwas für Emine S. und den Täter tun, die beiden kurze Zeit später sterben. Das kleine Mädchen konnte dank einer schnell eingeleiteten Notoperation gerettet werden und schwebt nicht mehr in Lebensgefahr.
Die Münchner Polizei möchte einer neuen Gewaltdebatte aus dem Weg gehen und ordnet das Ereignis als hoch emotionale Beziehungstat ein. Emine S. war fünf Jahre lang mit dem Neffen des Täters verheiratet und hatte sich im Dezember 2006 von diesem scheiden lassen. Um endgültig einen Neuanfang schaffen zu können, zog die junge Mutter nach München. Die Motivation für die Tat kann zweierlei Gründe haben. Einerseits wollte Servet S. die junge Türkin selbst heiraten, wurde aber von dieser abgewiesen. In manchen Kulturkreisen ist es nicht unüblich die Frauen innerhalb der Familie neu zu verheiraten, um die Ehre der Frau wahren. Andererseits könnte es sich auch um einen Ehrenmord handeln, was aber beim momentanen Ermittlungsstand ausgeschlossen wird.
Bis die wirklichen Hintergründe geklärt sind, möchte die Polizei keine Stellungnahme zu diesem schrecklichen Verbrechen abgeben. [...mehr]
München möchte als erste Stadt überhaupt Ausrichter der olympischen Winter- und Sommerspiele werden. Nachdem 1972 die bayrische Landeshauptstadt bereits Gastgeber der Sommerspiele gewesen war, hat nun die Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes einstimmig die Kandidatur Münchens für die Olympischen Winterspiele 2018 beschlossen.
Bisher haben erst einmal die Olympischen Winterspiele auf deutschen Boden stattgefunden. 1936 war Garmisch-Partenkirchen der Ausrichter gewesen. Als Partner der bayrischen Metropole sind Garmisch-Partenkirchen und Königssee im Gespräch, die das “2-Cluster-plus-Konzept” unterstützen sollen. Das erste Cluster ist München selbst als Gastgeberort mit der Eröffnungs- und Schlussfeier, der Ausrichtung aller Eisportarten, dem Olympischen Dorf, der Medaillen-Plaza, dem IOC-Hauptquartier und dem Main Media Centre. Das zweite Hauptcluster soll Garmisch-Partenkirchen mit der Ausrichtung aller alpinen und nordischen Disziplinen sein. Kein schlechtes Konzept für die Austragung der Spiele, denn die Hauptkonkurrenten aus Tromsø (Norwegen) und Pyeongchang (Südkorea) stehen vor größeren Problemen. Pyeongchang, das sich schon für 2010 und 2014 beworben hatte, werden noch die größten Chancen eingeräumt. Zuvor waren Berlin (2000)und Leipzig (2012) in der jüngeren Vergangenheit mit ihren Bewerbungen gescheitert.
Fast 70 Prozent der Münchner Bürger begrüßen die Bewerbung für die Olympischen Winterspiele, schließlich gehen die Hoffnungen auf neue Stellenangebote in München mit der Bewerbung einher. Zudem sollen auch Neuerungen auf den Gebieten Verkehr und Wirtschaft mit den Olympischen Spielen verbunden sein. Fast 80 Prozent denken sogar, dass die Spiele eine positive Entwicklung in der Stadt nach sich ziehen wird. Die Kosten für die Bewerbung werden rund 30 Millionen betragen und werden gleichsam von der Stadt sowie dem DOSB getragen.
Nicht ganz so einfach dürfte sich die Suche nach Experten für die Gestaltung der Olympischen Stätten gestalten. Gelten zum Beispiel die deutschen Architekten auf dem Gebiet des Stadionbaus inzwischen als Vorreiter, gibt es auf anderen Gebietes noch erheblichen Nachholbedarf. Headhunter werden dann im Auftrag der Stadt sich auf die Suche nach Experten machen – insbesondere muss man anhand der Spiele 2010 in Vancouver und Sotschi rechtzeitige Trends ableiten und diese in das eigene Konzept einarbeiten müssen. [...mehr]
Betrachtet man im Moment die Tabelle der 2. Liga, darf man sich ruhig berechtigte Hoffnungen machen, dass 1860 München die Rückkehr in die Bundesliga gelingen könnte. Momentan belegen die „Löwen“ den sechsten Rang, liegen aber nur zwei Punkte hinter einem Aufstiegsplatz.
Trainer Marco Kurz, der selbst lange Zeit Spieler des Traditionsklubs gewesen war, genießt ein großes Vertrauen bei den Spielern, dem Vorstand und den Fans. Die kommen noch immer zahlreich in die Allianz-Arena, obwohl die 60er bereits den vierten Anlauf nehmen, um ins Oberhaus zurück zu kehren. Die Mannschaft von Trainer Kurz ist sehr jung und unerfahren, was vor allem der knappen Kasse des Vereins zu verdanken ist. Deshalb ist es auch fraglich, wie der Verein das Abenteuer Bundesliga angehen möchte, denn die Talente mögen höheren Ansprüchen der 2. Liga genügen, aber ob sie in der 1.Liga bestehen können? Geld für erfahrene Kräfte ist kaum vorhanden und würde auch nicht der neuen Philosophie vom Ausbildungsverein entsprechen.
Das die Löwen überhaupt in der 2. Liga rumdümpeln ist angesichts des vorhandenen Potenzials schwer zu verstehen. Nachdem man 1993 in die Bundesliga aufgestiegen war, konnte man sich dort mit mehreren Europapokalauftritten sowie einem Champions League-Platz etablieren. Aber die Beteiligung an der Allianz-Arena sowie die Transfers einiger Altstars brachten das finanzielle Korsett zum Einstürzen. Auch die Entlassung von Trainer Falko Götz und der Installierung eines neuen Präsidiums brachte nicht den gewünschten Erfolg, stattdessen erfolgten 2004 der Absturz in die Zweitklassigkeit und der Skandal um Ex-Präsident Wildmoser.
Hätte 2006 der große Rivale Bayern München den Blauen nicht finanziell unter die Arme gegriffen, hätte man vermutlich den Weg in die Insolvenz gehen müssen. Eines ist den Löwen jedenfalls schon gelungen, in dieser Saison stehen die sportlichen Nachrichten im Vordergrund und womöglich gelingt ihnen ein ähnlicher Überraschung-Coup wie dem Karlsruher SC im vergangenen Jahr, der ebenfalls einen solchen leidvollen Weg gehen musste wie 1860 München. [...mehr]
Die Geschichte der bayrischen Landeshauptstadt ist eng verbunden mit jener des Marienplatzes, denn seit der Gründung Münchens im Jahr 1158 schlägt das Herz der Metropole hier. Egal welche Festivitäten in München veranstaltet werden, die Feierlichkeiten finden ihren Höhepunkt auf dem Marienplatz. Jede Trophäe, die der FC Bayern München jemals errang, wurde lautstark auf dem einstigen Marktplatz bejubelt.
Wie kaum ein anderer Platz in einer anderen Stadt in Deutschland bildet der Marienplatz das Zentrum von München. Hier treffen die Nord-Süd-Achse, ausgehend vom Isartor bis hin zum Karlstor, und die Ost-West-Achse, vom Sendlinger Tor bis zum einstigen Schwabinger Tor, aufeinander. Begrenzt wird der 100 Meter lange und etwas über 50 Meter breite Platz im Norden vom Neuen Rathaus und im Osten vom Alten Rathaus. Die Begrenzung an der West- und Südseite besteht aus Kaufhäusern, Wohneinheiten und gastronomischen Einrichtungen.
Der einstige Marktplatz hieß während des Mittelalters ursprünglich „Schrannenplatz“, weil hier hauptsächlich Getreide seine Abnehmer fand. Erst nach der Verlegung des Getreidemarktes erhielt er im Jahr 1854 seinen heutigen Namen. Als Sehenswürdigkeiten auf dem Marienplatz gelten die Mariensäule, die zum Dank für die Verschonung Münchens während des 30jährigen Krieges errichtet wurde, der Neue und Alte Rathaus, der Fischbrunnen und das Thomass-Eck.
Traditionelle Veranstaltungen sind neben den Meisterfeiern des FC Bayern der Schäfflertanz, der alle sieben Jahre durch die Zunftmitglieder der Holzgefäßbauer aufgeführt wird, das Glockenspiel vom Neuen Rathaus und der alljährliche Christkindlmarkt. Für den bayrischen Weihnachtmarkt wird immer mit historischen Bildern des Marienplatzes in Münchner Kleinanzeigen geworben.
Heute ist der Marienplatz eine ausschließlich verkehrsberuhigte Zone und es wird sehr viel zum Erhalt des Münchner Herzens beigetragen. Sämtliche Gebäude sowie Sehenswürdigkeiten des Marienplatzes stehen inzwischen unter Denkmalschutz. [...mehr]
München und Bier – das gehört doch irgendwie zusammen. Sechs ansässige Brauereien, das Hofbräuhaus und das Oktoberfest festigen diese Ansicht im Detail. Angesichts dieser Tatsache darf ein Museum mit den Themen Oktoberfest und Bier in München natürlich nicht fehlen.
Während der zurückliegenden „Langen Nacht der Museen“ in München war das kleine Museum eines der beliebtesten Anlaufpunkte für die Besucher. Angefangen von der Geschichte des Bier während der Völkerwanderung, über das Deutsche Reinheitsgebot, bis hin zum heutigen Oktoberfest ist hier alles ordnungsgemäß dokumentiert worden.
Die Geschichte des Bieres beginnt schon im alten Ägypten 1.700 v.Chr., als man selbst den Toten das Getränk für die Reise ins Totenreich mit auf dem Weg gab. In fast allen Zeitepochen finden sich Hinweise auf das süffige Getränk, das sich im Mittelalter sogar zum Hauptnahrungsmittel aufschwang. Mit dem Reinheitsgebot von 1516 wurde in Deutschland ein Novum geschaffen, das seinesgleichen in der Welt sucht. Selbst ausländische Exportbiere orientieren sich auf dem deutschen Markt an dieser Vorgabe, schon aus Angst, im Land des Bieres nicht bestehen zu können. Garniert mit netten Anekdoten wird auf lebhafte Art und Weise die Geschichte des Bieres den Besucher näher gebracht.
Das Oktoberfest hat ebenso einen festen Platz im Museum gefunden. Das größte Volksfest der Welt, das seit der Hochzeit von König Ludwig I. mit Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen existiert, lockt jedes Jahr Millionen von Besucher in die bayrische Landeshauptstadt. Selbst in Deutschland pilgern Scharen von Biergenießern nach München, um mindestens einmal dabei gewesen zu sein. Besonders die audio-visuelle Demonstration zum Thema Oktoberfest wird von Besuchern gerne genutzt, um sich über die Entwicklung vom Nationalfest zum größten Volksfest der Welt zu informieren.
Die Faszination von Bier und Oktoberfest wird auch in den kommenden Jahrzehnten nicht enden, weshalb das Museum eines der besonderen Sehenswürdigkeiten von München bleiben wird und im Reiseführer München immer seinen Platz finden wird. Der Besuch des Bier- und Oktoberfestmuseums ist äußerst unterhaltsam und kann am Ende mit einem Besuch der hier ansässigen Bierstube abgerundet werden. [...mehr]
Als Neu-Münchner hat man es nicht leicht – eine neue Stadt mit einer ganz neuen Mentalität, neue Freunde und eine neue Wohnung, vorausgesetzt, man hat sie bereits gefunden. Aber gerade dies ist in der bayrischen Landeshauptstadt kein leichtes Unterfangen, denn der Immobilienmarkt ist sehr begrenzt. Es ist nur wenig freier Wohnraum vorhanden und wenn, dann bewegen sich die Mietpreise in horrorenden Regionen.
Als junger Mensch, der vielleicht gerade einen Studien- und Praktikumsplatz in München ergattern konnte, ist man noch flexibel, was das Wohnen betrifft. Wenn man nicht gleich die passende Wohnung zu einem angenehmen Preis findet, kann man nach Alternativen Ausschau halten. Eine dieser Alternativen wäre das Wohnheim. In München gibt eine relativ große Anzahl dieser Wohnheime, die explizit für Studenten, Schüler oder Auszubildende zur Verfügung stehen. Leider ist auch ihre Auslastung recht hoch, weshalb man sich unbedingt rechtzeitig informieren und auf eine der Warteliste setzen lassen sollte. Dies kann man gleichzeitig bei mehreren Wohnheimen machen und hat so Ausweichmöglichkeiten in der Hinterhand.
Wenn man allerdings nur für einen begrenzten Zeitraum in München Wohnen möchte, sollte man eine Mitwohnzentrale kontaktieren. Diese vermittelt entsprechende Immobilien in München, wie zum Beispiel einzelne Zimmer bei Familien, älteren Leuten oder in WGs. Allerdings ist dies nicht immer günstig, denn es wird eine Vermittlungsgebühr fällig und in teuren Wohngegenden sind Zimmer zur Zwischenmiete keine billige Alternative.
Aufgrund der hohen Mietpreise gibt es in München eine große Zahl von WGs. Gerade junge Menschen können sich allein eine Wohnung nicht leisten und schließen sich mit anderen zusammen. In solchen Wohngemeinschaften kommt es oftmals zu Wechsel, weil jemand sein Studium beendet hat oder die Chemie einfach nicht gestimmt hat. In Universitäten, aber auch in den großen Tageszeitungen sind Angebote zu finden.
Die Suche auf dem freien Wohnungsmarkt kann teilweise zur Verzweiflung führen. Meistens gibt es eine große Anzahl von Bewerbern und zudem werden Provisionen in Höhe von zwei bis drei Monatskaltmieten fällig – viel Geld für einen jungen Menschen.
Wer hat dies nicht schon einmal erlebt – die Straßen sind verstopft, der Verkehr kommt einfach nicht ins Rollen, das ständige Hupen der Autos nervt und dann - strahlt die Sonne und alles andere ist vergessen, denn im Auto nebenan sitzt der Traumtyp und lächelt….
Flirten im Auto ist so alt wie der Straßenverkehr selbst. Es muss ja nicht immer der Cabrio-Proll sein, der jedes halbwegs gut aussehende Mädel provokativ anhupt und zum Mitfahren auffordert. Oftmals ist es doch genau so, wie oben beschrieben. Aber leider bleiben Ampeln nicht immer rot, der Stau wird nicht ewig dauern und die Hoffnung auf das gemeinsame Weiterfahren zerschlägt sich meist an der nächsten Kreuzung. Meistens scheitert die gegenseitige Kontaktaufnahme an der Schnelllebigkeit des Verkehrs, denn bis man selbst die Nummer auf einem Zettel den Autofahrer nebenan an der Fensterscheibe präsentieren kann, wird man laut hupend von seinen Verfolgern zum Weiterfahren gezwungen. Und wieder eine Chance dahin?
Aber das muss jetzt nicht mehr sein. Clevere Gehirne haben sich die Idee eines gemeinsamen Marktplatzes ausgedacht. Flirtwillige melden sich dort mit ihrem Kennzeichen an und erhalten nach ihrer Registrierung einen Aufkleber für das Auto. Interessierte können dann schon im Verkehr erkennen, dass der lächelnde Typ im Nachbarauto durchaus noch den Partner fürs Leben sucht. Also schnell das Kennzeichen notiert und im Netz wiedergefunden. Dann per Mail kontaktiert und im Sturm erobert. Das ist sicherlich spannender als ewig irgendwelche Kontaktanzeigen zu lesen, die eh immer nur Lügen sind
Das muss zwar nicht immer klappen, ist aber zumindest eine Option. Einfach mal probieren! [...mehr]
Sie wollten halt feiern.
Dass die Premierenfeier des Uschi-Obermaier-Spektakels “Das wilde Leben” für drei der Schauspieler ein unglamouröses Ende im Polizeipräsidium der Ettstraße nahm, wurde seit Januar diesen Jahres ausgiebig erörtert. Die Darsteller Festus Rydl (44), Robert Minich (40), Aleksandar V. (24) und David Scheller (36) sollen nach der Filmpremiere im Münchner Hotel “Bayerischer Hof” randaliert und sich der herbeigerufenen Staatsgewalt wiedersetzt haben. Folgerichtig sind sie des “Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte” angeklagt; sie sollen gesoffen, gekokst und gekifft haben, und ein paar Knüffe und Püffe für die Polizisten hat’s obendrein auch noch gesetzt. Letztere haben nicht allzu lang gefackelt und die Herrschaften kurzerhand ins Präsidium verfrachtet; ein paar Tage später trudelten die Strafbefehle ein. Die Angeklagten hatten Geldstrafen zwischen 4.900 und 7.000 Euro abzuleisten. Das kam den Künstlern, deren finanzielle Verhältnisse teilweise prekär sind, nicht gerade gelegen, und darum drängten sie auf eine Prozessbeschleunigung, eine Eingung, was auch immer, Hauptsache: weniger. Sie haben’s bekommen. Wie am Mittwoch bekannt wurde, sind die Strafen auf 400 bis 1.000 Euro reduziert worden. Das trifft sich gut - Hauptdarsteller Scheller habe nämlich, so sein Anwalt, lange Zeit von Hartz IV gelebt, und seine aktuelle Gage sei zur “Schuldentilgung” verplant. Fragt sich bloß, wo das Koks herkam. Aber, was soll’s, es sind doch Künstler … und was Oasis können, das können mittelprächtige deutsche Schauspieler doch schon lange. [...mehr]
München ist, in vielerlei Hinsicht, ein Kuriosum. Im tiefschwarzen Bayern wird hier traditionell ein Roter zum Oberbürgermeister gewählt; übrigens der erste deutsche Politiker überhaupt, der sich als Hetero geoutet hat - Chapeau. Nebenbei behauptet die bajuwarische Hauptstadt seit Jahren eine der niedrigsten Arbeitslosenquoten unter deutschen Großstädten.
Überhaupt ist der Stellenmarkt Münchens sehr gut aufgestellt - eine Vielzahl ansässiger Großunternehmen, auch aus dem europäischen Ausland, beleben die Wirtschaft des Großraums und machen München zum einflussreichen Standort mit wirtschaftlicher Bedeutung weit über die Grenzen des Freistaats hinaus. Rund 77% der BIPs werden im Dienstleistungssektor erwirtschaftet - keine sehr überraschende Erkenntnis. Handwerker und Akademiker werden zurzeit gebraucht; besonders im Baugewerbe und in der IT-Wirtschaft mangelt es an gut ausgebildeten Fachkräften. Deshalb sind insbesondere IT Jobs und Beratung sehr gefragt und werden zudem auch noch gut bezahlt.
Die Arbeitslosenquote wird in absehbarer Zeit die 5%-Grenze unterschreiten; damit steht München auch im bundesdeutschen Vergleich hervorragend da - deutschlandweit beträgt die Arbeitslosenquote zurzeit 8,1%. Deshalb, und wegen der guten Ausbildungsmöglichkeiten, zieht es immer mehr junge Menschen in die bayerische Hauptstadt - Experten stellen schon seit Jahren eine immer stärker werdende Landflucht fest; - der Ballungsraum wächst und wächst. Höchste Zeit, dass der Transrapid gebaut wird! ![]()
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