Olympiabewerbung für Winterspiele 2018
München möchte als erste Stadt überhaupt Ausrichter der olympischen Winter- und Sommerspiele werden. Nachdem 1972 die bayrische Landeshauptstadt bereits Gastgeber der Sommerspiele gewesen war, hat nun die Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes einstimmig die Kandidatur Münchens für die Olympischen Winterspiele 2018 beschlossen.
Bisher haben erst einmal die Olympischen Winterspiele auf deutschen Boden stattgefunden. 1936 war Garmisch-Partenkirchen der Ausrichter gewesen. Als Partner der bayrischen Metropole sind Garmisch-Partenkirchen und Königssee im Gespräch, die das “2-Cluster-plus-Konzept” unterstützen sollen. Das erste Cluster ist München selbst als Gastgeberort mit der Eröffnungs- und Schlussfeier, der Ausrichtung aller Eisportarten, dem Olympischen Dorf, der Medaillen-Plaza, dem IOC-Hauptquartier und dem Main Media Centre. Das zweite Hauptcluster soll Garmisch-Partenkirchen mit der Ausrichtung aller alpinen und nordischen Disziplinen sein. Kein schlechtes Konzept für die Austragung der Spiele, denn die Hauptkonkurrenten aus Tromsø (Norwegen) und Pyeongchang (Südkorea) stehen vor größeren Problemen. Pyeongchang, das sich schon für 2010 und 2014 beworben hatte, werden noch die größten Chancen eingeräumt. Zuvor waren Berlin (2000)und Leipzig (2012) in der jüngeren Vergangenheit mit ihren Bewerbungen gescheitert.
Fast 70 Prozent der Münchner Bürger begrüßen die Bewerbung für die Olympischen Winterspiele, schließlich gehen die Hoffnungen auf neue Stellenangebote in München mit der Bewerbung einher. Zudem sollen auch Neuerungen auf den Gebieten Verkehr und Wirtschaft mit den Olympischen Spielen verbunden sein. Fast 80 Prozent denken sogar, dass die Spiele eine positive Entwicklung in der Stadt nach sich ziehen wird. Die Kosten für die Bewerbung werden rund 30 Millionen betragen und werden gleichsam von der Stadt sowie dem DOSB getragen.
Nicht ganz so einfach dürfte sich die Suche nach Experten für die Gestaltung der Olympischen Stätten gestalten. Gelten zum Beispiel die deutschen Architekten auf dem Gebiet des Stadionbaus inzwischen als Vorreiter, gibt es auf anderen Gebietes noch erheblichen Nachholbedarf. Headhunter werden dann im Auftrag der Stadt sich auf die Suche nach Experten machen – insbesondere muss man anhand der Spiele 2010 in Vancouver und Sotschi rechtzeitige Trends ableiten und diese in das eigene Konzept einarbeiten müssen.


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