Die Süddeutsche Zeitung zieht nach Steinhausen - Abschiedsparty der SZ
“Time to say goodbye” singen schon Sarah Brightman und Andrea Bocelli . Nun ist es auch bei der Süddeutschen Zeitung so weit. Nach über 60 Jahren trennt sich die SZ von ihrem Verlagshaus in der Sendlinger Straße. Zur großen Abschiedsparty kamen Kabarettist Michael Lerchenberg und auch Oberbürgermeister Christian Ude ließ sich nicht lange bitten. Seine Rede an die “Trauergesellschaft” begann der OB mit typischem Humor. 
“…Eigentlich könnte ich meinen Kommentar zum Umzug ganz kurz fassen. Wer aus der Sendliger Straße, dieser 1 a -Lage nach Steinhausen , also in ein städtebauliches Wildschweingehege umzieht, muss ein ziemlicher Depp sein…”
Auch Tat er seine Verwunderung über den Umzug der SZ nach Steinhausen kund. Denn schon sein Vater ging bei der SZ in der Sendliger Straße ein und aus. Der kleine Christian durfte damals noch Paternoster fahren. Und nun ist es zu Ende mit der Geschichte der Süddeutschen und der Sendlinger Straße.
“…die Süddeutsche in der Sendlinger Straße, war in meinem Verständnis eine so Unverrückbare Größe in der Altstadt… wie das Polizeipräsidium …oder die Augustinerbrauerei. Was für ein Schrecklicher Gedanke. Werden vielleicht irgendwann auch einmal das Präsidium und die Brauerei an den Stadtrand ziehen…? Ich glaube nicht! Dafür haben die Polizei und die Bierbarone einfach zu viel Geschichtsverständnis und Kultur…” ließ Oberbürgermeister Ude verlauten.
Nach 60 Jahren sollte die Geschichte der Süddeutschen in der Sendlinger Straße nicht in Schall und Rauch auf gehen. Und so wurde eifrig überlegt, wie man auf die Geschichte des Verlages hinweisen soll.
“…Der Vorschlag des Oberbürgermeisters eine Gedenktafel anzubringen oder in einem Schaufenster eine alte Setzmaschine und historische Zeitungen zu zeigen, wurde zum Glück vom lokalen Kulturteil in der Luft zerrissen…”
Und so verabschiedete sich die Süddeutsche Zeitung mit einem lachenden und einem weinenden Auge aus der Sendlinger Straße in ihr neues, der neuesten Technik entsprechendes Hochhaus im “Wildschweingehege” Steinhausen.
Da wünscht man der Süddeutschen nur viel Glück und auch weiterhin viel Erfolg in ihrem neuen Quartier.


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