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Noch vor zwei Wochen hatte man sich in der Wintervorbereitung getroffen und sich friedlich mit 1:1 getrennt. Dass man sich jedoch so schnell wiedersehen würde, hätten vermutlich beide Vereine nicht gedacht, jedoch bescherte Glücksfee Simone Laudehr, deutsche Frauen-Fußball-Nationalspielerin, den Münchnern ein Derby im DFB-Pokal Viertelfinale.
Während die Bayern-Verantwortlichen von einem Glückslos sprechen, reagierte 1860-Trainer Marko Kurz eher verhalten: „”Bayern ist mit Sicherheit der schwerste Gegner im Wettbewerb, deshalb kann ich nicht von einem Wunschlos sprechen. Ein Heimspiel wäre uns natürlich lieber gewesen.” Egal, die Fans beider Mannschaften sehen das Derby ähnlich positiv wie Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld. „Jetzt kribbelt die Stadt, wir freuen uns riesig auf dieses Lokalderby.”
Für 1860 München, die seit ihrem Abstieg mit argen finanziellen Problem zu kämpfen haben, wäre ein Weiterkommen äußerst lukrativ, aber allein die Austragung des Viertelfinales wird jede Menge Geld in die leeren Kassen fließen lassen, denn vermutlich wird die Partie vom Fernsehen übertragen und die Allianz-Arena ausverkauft sein. Sportlich gesehen sind die Bayern natürlich Favorit, schließlich wollen sie ihre Chance wahren, drei Titel in bayrische Landeshauptstadt zu holen. Allerdings dürfen sie die kleinen Münchner nicht unterschätzen, denn schon beim Spiel vor zwei Wochen haben die Löwen unglaublichen Kampfgeist bewiesen, den sie allerdings am vergangene n Wochenende habe vermissen lassen, als man gegen den FC Augsburg mit 0:3 unterlag.
Das 204. Derby beider Traditionsmannschaft birgt also jede Menge Zündstoff und wird die Stadt in Aufregung versetzten. Spieltermin ist entweder der 26. oder 27. Februar. [...mehr]
München möchte als erste Stadt überhaupt Ausrichter der olympischen Winter- und Sommerspiele werden. Nachdem 1972 die bayrische Landeshauptstadt bereits Gastgeber der Sommerspiele gewesen war, hat nun die Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes einstimmig die Kandidatur Münchens für die Olympischen Winterspiele 2018 beschlossen.
Bisher haben erst einmal die Olympischen Winterspiele auf deutschen Boden stattgefunden. 1936 war Garmisch-Partenkirchen der Ausrichter gewesen. Als Partner der bayrischen Metropole sind Garmisch-Partenkirchen und Königssee im Gespräch, die das “2-Cluster-plus-Konzept” unterstützen sollen. Das erste Cluster ist München selbst als Gastgeberort mit der Eröffnungs- und Schlussfeier, der Ausrichtung aller Eisportarten, dem Olympischen Dorf, der Medaillen-Plaza, dem IOC-Hauptquartier und dem Main Media Centre. Das zweite Hauptcluster soll Garmisch-Partenkirchen mit der Ausrichtung aller alpinen und nordischen Disziplinen sein. Kein schlechtes Konzept für die Austragung der Spiele, denn die Hauptkonkurrenten aus Tromsø (Norwegen) und Pyeongchang (Südkorea) stehen vor größeren Problemen. Pyeongchang, das sich schon für 2010 und 2014 beworben hatte, werden noch die größten Chancen eingeräumt. Zuvor waren Berlin (2000)und Leipzig (2012) in der jüngeren Vergangenheit mit ihren Bewerbungen gescheitert.
Fast 70 Prozent der Münchner Bürger begrüßen die Bewerbung für die Olympischen Winterspiele, schließlich gehen die Hoffnungen auf neue Stellenangebote in München mit der Bewerbung einher. Zudem sollen auch Neuerungen auf den Gebieten Verkehr und Wirtschaft mit den Olympischen Spielen verbunden sein. Fast 80 Prozent denken sogar, dass die Spiele eine positive Entwicklung in der Stadt nach sich ziehen wird. Die Kosten für die Bewerbung werden rund 30 Millionen betragen und werden gleichsam von der Stadt sowie dem DOSB getragen.
Nicht ganz so einfach dürfte sich die Suche nach Experten für die Gestaltung der Olympischen Stätten gestalten. Gelten zum Beispiel die deutschen Architekten auf dem Gebiet des Stadionbaus inzwischen als Vorreiter, gibt es auf anderen Gebietes noch erheblichen Nachholbedarf. Headhunter werden dann im Auftrag der Stadt sich auf die Suche nach Experten machen – insbesondere muss man anhand der Spiele 2010 in Vancouver und Sotschi rechtzeitige Trends ableiten und diese in das eigene Konzept einarbeiten müssen. [...mehr]
Betrachtet man im Moment die Tabelle der 2. Liga, darf man sich ruhig berechtigte Hoffnungen machen, dass 1860 München die Rückkehr in die Bundesliga gelingen könnte. Momentan belegen die „Löwen“ den sechsten Rang, liegen aber nur zwei Punkte hinter einem Aufstiegsplatz.
Trainer Marco Kurz, der selbst lange Zeit Spieler des Traditionsklubs gewesen war, genießt ein großes Vertrauen bei den Spielern, dem Vorstand und den Fans. Die kommen noch immer zahlreich in die Allianz-Arena, obwohl die 60er bereits den vierten Anlauf nehmen, um ins Oberhaus zurück zu kehren. Die Mannschaft von Trainer Kurz ist sehr jung und unerfahren, was vor allem der knappen Kasse des Vereins zu verdanken ist. Deshalb ist es auch fraglich, wie der Verein das Abenteuer Bundesliga angehen möchte, denn die Talente mögen höheren Ansprüchen der 2. Liga genügen, aber ob sie in der 1.Liga bestehen können? Geld für erfahrene Kräfte ist kaum vorhanden und würde auch nicht der neuen Philosophie vom Ausbildungsverein entsprechen.
Das die Löwen überhaupt in der 2. Liga rumdümpeln ist angesichts des vorhandenen Potenzials schwer zu verstehen. Nachdem man 1993 in die Bundesliga aufgestiegen war, konnte man sich dort mit mehreren Europapokalauftritten sowie einem Champions League-Platz etablieren. Aber die Beteiligung an der Allianz-Arena sowie die Transfers einiger Altstars brachten das finanzielle Korsett zum Einstürzen. Auch die Entlassung von Trainer Falko Götz und der Installierung eines neuen Präsidiums brachte nicht den gewünschten Erfolg, stattdessen erfolgten 2004 der Absturz in die Zweitklassigkeit und der Skandal um Ex-Präsident Wildmoser.
Hätte 2006 der große Rivale Bayern München den Blauen nicht finanziell unter die Arme gegriffen, hätte man vermutlich den Weg in die Insolvenz gehen müssen. Eines ist den Löwen jedenfalls schon gelungen, in dieser Saison stehen die sportlichen Nachrichten im Vordergrund und womöglich gelingt ihnen ein ähnlicher Überraschung-Coup wie dem Karlsruher SC im vergangenen Jahr, der ebenfalls einen solchen leidvollen Weg gehen musste wie 1860 München. [...mehr]





