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In der Bezirksinspektion Süd an der Implerstraße hängen nun bereits die Pläne für den Bau der Moschee für Sendling aus. Nun entfacht sich abermals eine hitzige Diskussion.
Für die einen ist es eine Frechheit, für die anderen ein ganz normaler Teil der Globalisierung. Münchens Meinungen über den Bau der Moschee gehen teilweise sehr weit auseinander.
Gegner fordern den Bau der Moschee zu verbieten, während die Gegenseite für mehr Verständnis kämpft.
Dabei kämpfen beide Parteien mit den selben Waffen. Flugblätter mit, “Keine Ghettobildung, keine Zentralmoschee, keine Minarette!” stehen gegen “Keine Fremdenfeindlichkeit in Sendling!”
Dabei ist der Druck von beiden Seiten auf die Behörden relativ hoch, die ein wenig verloren zwischen den Fronten stehen.
Mich persönlich nerven diese Art von Diskussionen immer ein wenig.
Beide Seiten beschuldigen sich gegenseitig mit sinnlosen und unkonstruktiven Bemerkungen ala: “Ihr seit Fremdenfeindlich!” oder “Ihr zerstört unsere Kultur!” [...mehr]
Ungewöhnlicher kann eine Haftstrafe nicht angetreten werden. Denn auf einem Kamel bis zu den Toren eines Gefängnisses zu reiten, ergibt eine merkwürdige Szenerie. Aber so geschehen in München, wie die Süddeutsche Zeitung heute berichtet. Aus Protest gegen seine eintätige Erzwingungshaft schaute Klaus Klagers auf seinem Kamel bei der Justivollzugsanstalt München Stadelheim vorbei. Aber der Grund für seine Haftstrafe ist auch beachtlich. Klaus Klagers weigerte sich, einen Strafzettel in Höhe von 25 Euro wegen falschen Parkens zu bezahlen. Und die Staatsanwaltschaft sah tatsächlich einen Handlungsbedarf. Um die 25 Euro zu erhalten, wurde Klaus Klagers sodann zu einer Haftstrafe verurteilt, die dem Steuerzahler aber 140 Euro kostet. Die Relationen scheinen hier verloren zu gehen. Und die bayerische Bürokratie darf belächelt werden. Denn so lächerlich der Haftantritt erscheinen mag, so lächerlich ist manchmal auch das deutsche Verwaltungswesen. [...mehr]
Die Zigarette sucht sich einen Weg. Und sie hat einen Weg gefunden. Den Raucherclub. Allein in München können über 700 solcher Raucherclubs verzeichnet werden, so die Süddeutsche Zeitung. Und der absolute Nichtraucherschutz scheint seine rechtliche Geltungsgrundlage zu unterwandern. Denn immer mehr Gastronomen umgehen das Gesetz.
Im Kern werden die Raucherclubs den geschlossenen Gesellschaften gleichgestellt, sodass das Gesetz zum Rauchverbot nicht eindeutig greifen kann. Dabei treten die Gastronomen und deren Gäste dem Verein zum Erhalt bayerischer Wirtshauskultur bei und umgehen somit das Passivraucherschutzgesetz. Die Gastronomen können ihre Lokale zeitlich bestimmt oder zeitlich unbestimmt zu Raucherclubs erklären. Das bleibt ihnen offen. Insbesondere die Einraumgastronomie tendiert zu den Raucherclubs.
Die Raucherclubs stellen das Nichtraucherschutzgesetz in Frage. Der Drang zur Zigarette scheint hier nachgegeben zu werden. Und die Gesundheit der Nichtraucher bleibt außen vor. Es bleibt zu hoffen, dass das Passivraucherschutzgesetz endlich den Belangen der Nichtraucher nachkommt. Bis dahin wird die Debatte um das Rauchverbot munter weitergehen. [...mehr]
Die einen sehen sie als Zeichen der Offenheit und Toleranz, die anderen als offene Provokation und Verlust von Heimat. Umstritten sind die Baupläne für eine Moschee aber in jedem Fall.
Für alle Menschen in Deutschland gilt das in der Verfassung garantierte Recht auf Religionsfreiheit. Doch nicht zuletzt dank der Meinungsmache populistischer Medien müssen sich die Muslime dieses Recht immer wieder aufs Neue erkämpfen. Das Bild, das vor allem die Medien über die Religion des Islam zeichnen, ist in den letzten Jahren zunehmend negativ gewesen. Dank einer Minderheit fanatischer Muslime wurde die Vorstellung einer gewaltverherrlichenden, menschenverachtenden Religion auf Millionen Menschen projiziert, die in der Regel doch nichts anderes wollen, als ungestört und in Würde ihrer Religion nachzugehen, Gottesdienste zu besuchen und ansonsten einen normalen Alltag zu leben - wie auch Millionen Katholiken und Protestanten in Deutschland.
Als bekannt wurde, dass im Stadtteil Sendling, am Rand der Großmarkthalle, eine neue Münchner Moschee entstehen soll, erhob sich solcher Protest bei den deutschen Anwohnern, dass sogar die “New York Times” darüber berichtete.
Ziemlich verwundert, nicht nur deswegen, weil in New York eine Moschee etwas Selbstverständliches ist, sondern auch, weil mittlerweile über drei Millionen Muslime in Deutschland leben, wohnen und arbeiten.
Seit den sechziger Jahren sind sie eingewandert, meist als billige Arbeitskräfte, von der hiesigen Wirtschaft hierher geholt. Und dennoch müssen sie auch heute um das vermeintlich Selbstverständliche kämpfen.
Jahrelang hatten die Sendlinger Muslime in einer verkommenen ehemaligen Möbelhandlung ihre Gebete verrichten müssen, vor vier Jahren hatte der Moscheeverein bei der Stadt um den Bau einer repräsentativen Moschee nachgesucht.
Der Münchner Stadtrat hat das Vorhaben zwar genehmigt, aber die Regierung von Oberbayern hob den Stadtratsbeschluss nach Einsprüchen der Anwohner wieder auf - auch weil die Moschee das Ortsbild beeinträchtige. Wichtiger bei diesem Entschluss war jedoch wahrscheinlich die ominöse Angst, die die meisten Menschen heutzutage vor dem “Feindbild Islam” haben.
Nun will das Münchner Planungsreferat die Neubaupläne erneut auslegen und die Diskussion in der Bevölkerung kocht aufs Neue hoch.
Am Sonntag, 6.4.2008, läuft zu diesem Thema um 19 Uhr eine Sendung auf dem Bayrischen Rundfunk (BR).
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München hat gewählt. Allerdings machte mehr als die Hälfte der rund 996.000 wahlberechtigten Münchner machte von ihrem Wahlrecht keinen Gebrauch…
Noch nie sind in München so viele Menschen bei einer Stadtratswahl daheim geblieben.
Das scheint nicht nur die Quittung für den beispiellos müden Münchner Wahlkampf zu sein, sondern ein bundesweiter Trend bei Kommunalwahlen. Die Abstimmung ist die erste landesweite Wahl nach dem Rücktritt von Edmund Stoiber und gilt daher als wichtiger Stimmungstest für seine Nachfolger.
Nachdem bei der Kommunalwahl in der Landeshauptstadt drei Wahlen gleichzeitig zu absolvieren waren, wurden für das gesamte Stadtgebiet 27 verschiedene Stimmzettel erforderlich.
Während sich der Vordruck für die Wahl des Oberbürgermeisters noch übersichtlich präsentierte, hatte der für die Stadtratswahl schon eher ein unhandliches Format. Nur wenige Druckereien waren nach Angaben des Wahlamts überhaupt in der Lage, diesen Stimmzettel zu produzieren, von dem dann auch noch 850.000 Stück herzustellen waren.
Einzeln sind die Stimmzettel 95 mal 60 Zentimeter groß. Würde man alle aneinander reihen, ergäbe sich eine Länge von 816 Kilometern – die Strecke von München bis Hamburg, hieß es. Nebeneinander ausgebreitet ließe sich damit eine Fläche von 62 Fußballfeldern bedecken. Die Lieferung erfolgte auf 71 Paletten und hatte ein Gesamtgewicht von 36 Tonnen. Die Stimmzettel für die Bezirksausschusswahl wogen dann noch einmal fast 18 Tonnen.
Nun ist es gleich 18 Uhr, die Wahllokale schließen, in einer Minute schlägt die Stunde der Wahrheit. Dann kommen die ersten Prognosen. Oberbürgermeister Christian Ude rechnet mit mehr als 64% der Stimmen. Schaun mer mal ![]()
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Am 2. März 2008, also am nächsten Sonntag, werden die Karten für den Einzug ins Rathaus neu verteilt: Es ist Kommunalwahl in München. Dabei werden die Sitze in den Bezirksausschüssen und im Stadtrat besetzt. Weiterhin wird darüber abgestimmt, wer in den nächsten 6 Jahren den Posten des Oberbürgermeisters bekleiden wird.
Dabei sind sechs Kandidaten von SPD, FDP, ödp, CSU, den Grünen und den Freien Wählern angetreten. Wirklich relevant scheint aber, verfolgt man die Medien, mal wieder nur der Zweikampf zwischen Christian Ude und seinem gegenwärtigen Herausforderer zu werden.
Der heißt dieses Mal Josef Schmid, kommt von der CSU, und hat in den letzten Monaten einiges getan, um sich ins Licht der Öffentlichkeit zu drängen. Besonders auffällig waren die Wahlplakate seiner Partei: Auf diesen wurden Ausschnitte der Ausschreitungen in der Münchner U- Bahn vom Dezember 2007 gezeigt.
Der Slogan „…damit Sie nicht der Nächste sind.“ und der Name des OB- Kandidaten schmückten auf provokante Weise das Bild. Auch wenn die CSU ihre Plakate wieder zurückzog, der folgende Proteststurm der Gegenparteien hat den Namen Josef Schmid medienwirksam ins Gedächtnis der Wähler gebrannt. Damit steht er als Gegner von Ude auf einer klar definierten Position: Schmidt und die CSU für mehr innere Sicherheit in München.
Die SPD konzentriert sich in ihrem Wahlkampf vor allem auf ihre Ablehnung des Projektes Transrapid. Hier wird für eine Alternative in Form einer Express- S- Bahn gestimmt, und dafür, das Geld statt in das Prestigeprojekt lieber in Schulen, Wirtschaft und Infrastruktur zu stecken.
Auch wenn das zu fünfzig Prozent Wahlkampf- Gerede darstellt: Die Methoden der SPD sind um einiges seriöser als die ihrer CSU- Kollegen. Der Missbrauch eines Verbrechens zur Durchsetzung von Wahlkampfzielen ist zwar leider Usus geworden (siehe Koch in Hessen und die jugendlichen Gewalttäter oder Becksteins mordende Killer- Spieler), aber noch nie in derart drastischer Weise.
Hoffentlich wurde hier kein Präzedenzfall geschaffen, sonst erwarten uns bald noch mehr Wahlplakate mit Aufzeichnungen von Gewaltverbrechen. [...mehr]
Besonders erfreut konnte man in jüngster Vergangenheit registrieren, dass auch mehr für die Künstlerszene in München getan wird. Die horrenden Preise für Immobilien in München schreckten selbst lokale Künstler von der bayrischen Landeshauptstadt ab und ließ sie anderorts nach Alternativen schauen.
Doch jetzt wurde eigens für Künstler ein Wohnprojekt fertiggestellt, in dem 15 Wohnungen neu zur freien Verfügung stehen. Das zentrumsnahe Areal in der Stollbergstraße 7b hatte im Mai 2006 seine Zustimmung in zuständigen Gremien bekommen und im Auftrag des Kommunalreferates wurde es dann errichtet. Jede der Wohneinheiten besteht aus einer
Wohnküche, einer Schlafnische sowie Dusche/WC. Kleine Terrassen und die Gestaltung des Innenhofes runden das Ambiente des Wohnprojektes ab, so dass sich Künstler nach dem Umzug in die Drei- bis Viergeschosser äußerst wohl fühlen. Möglicherweise entsteht hier dann eine völlig neue Künstlerkolonie, wie sie ihre Vorbilder im 19. Jahrhundert haben.
Gerade in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts waren München und seine Vororte für Künstler äußerst attraktiv. Man schloss sich zu Künstlerkolonien zusammen, wo gemeinsames Arbeiten im Vordergrund stand. Berühmtes Beispiel hierfür ist die Dachauer Künstlerkolonie, die sich dank des von der Stadt zur Verfügung gestellten Wohnraumes rasch entwickelte und Künstler wie Carl Spitzweg eine Heimat gab. Bis zur heutigen Zeit ist der Ort der Kunst noch immer verbunden geblieben, auch wenn Dachau vom Schatten des Konzentrationslagers dauerhaft überschattet sein wird. Mit den neuen Wohnungen für die Künstler hat München den Anspruch unterstrichen, auch in Zukunft ein Ort der Kunst zu sein. [...mehr]
München möchte als erste Stadt überhaupt Ausrichter der olympischen Winter- und Sommerspiele werden. Nachdem 1972 die bayrische Landeshauptstadt bereits Gastgeber der Sommerspiele gewesen war, hat nun die Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes einstimmig die Kandidatur Münchens für die Olympischen Winterspiele 2018 beschlossen.
Bisher haben erst einmal die Olympischen Winterspiele auf deutschen Boden stattgefunden. 1936 war Garmisch-Partenkirchen der Ausrichter gewesen. Als Partner der bayrischen Metropole sind Garmisch-Partenkirchen und Königssee im Gespräch, die das “2-Cluster-plus-Konzept” unterstützen sollen. Das erste Cluster ist München selbst als Gastgeberort mit der Eröffnungs- und Schlussfeier, der Ausrichtung aller Eisportarten, dem Olympischen Dorf, der Medaillen-Plaza, dem IOC-Hauptquartier und dem Main Media Centre. Das zweite Hauptcluster soll Garmisch-Partenkirchen mit der Ausrichtung aller alpinen und nordischen Disziplinen sein. Kein schlechtes Konzept für die Austragung der Spiele, denn die Hauptkonkurrenten aus Tromsø (Norwegen) und Pyeongchang (Südkorea) stehen vor größeren Problemen. Pyeongchang, das sich schon für 2010 und 2014 beworben hatte, werden noch die größten Chancen eingeräumt. Zuvor waren Berlin (2000)und Leipzig (2012) in der jüngeren Vergangenheit mit ihren Bewerbungen gescheitert.
Fast 70 Prozent der Münchner Bürger begrüßen die Bewerbung für die Olympischen Winterspiele, schließlich gehen die Hoffnungen auf neue Stellenangebote in München mit der Bewerbung einher. Zudem sollen auch Neuerungen auf den Gebieten Verkehr und Wirtschaft mit den Olympischen Spielen verbunden sein. Fast 80 Prozent denken sogar, dass die Spiele eine positive Entwicklung in der Stadt nach sich ziehen wird. Die Kosten für die Bewerbung werden rund 30 Millionen betragen und werden gleichsam von der Stadt sowie dem DOSB getragen.
Nicht ganz so einfach dürfte sich die Suche nach Experten für die Gestaltung der Olympischen Stätten gestalten. Gelten zum Beispiel die deutschen Architekten auf dem Gebiet des Stadionbaus inzwischen als Vorreiter, gibt es auf anderen Gebietes noch erheblichen Nachholbedarf. Headhunter werden dann im Auftrag der Stadt sich auf die Suche nach Experten machen – insbesondere muss man anhand der Spiele 2010 in Vancouver und Sotschi rechtzeitige Trends ableiten und diese in das eigene Konzept einarbeiten müssen. [...mehr]







