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Nur noch wenige Tage bis zur Langen Nacht der Museen in München – viele kulturelle Einrichtungen über die Museumslandschaft hinaus beteiligen sich an dem Event. Das MaximiliansForum ist mit der Performance “DREI / 3 / III” dabei.
Die Lange Nacht der Museen in München am 16. Oktober 2010 wird wieder viele Münchner und Zugezogene anlocken sich mit Kunst und Kultur zu beschäftigen. Das MaximiliansForum bietet die Performance “DREI / 3 / III” an.
Die Performance von Mirko Hecktor, Daniel Kluge, Alexander Giesche, Florian Kauß und Lea Letzel geht ursprünglich auf den “Garten der Lüste”, ein Triptychon des niederländischen Malers Hieronymus Bosch, zurück. Im Lauf der Entwicklung der Performance wurden verschiedene zeitgenössische Konzepte von Weltordnung und Raumkonstruktion performativ erkundet. Bei der ästhetischen Umsetzung der neu entstandenen, imaginären Raum-Konstruktionen nutzen die Künstler neue Medien: Zwölf miteinander vernetzte Macbooks bilden die akustische und visuelle Grundlage der Performance. [...mehr]
Wer noch nicht weiß, was er an diesem Wochenende mit sich anfangen soll und sich für historische Frauenromane erwärmen kann, dem sei das LiteraturFrühstück in der Stadtbibliothek ans Herz gelegt.
Am 16. Oktober 2010 um 9:30h laden die Stadtbibliothek Fürstenried und die Autorin Brigitte Riebe zum LiteraturFrühstück ein. Die promovierte Historikerin Brigitte Riebe wird an diesem Morgen ihren neuen historischen Roman “Die Prophetin vom Rhein” vorstellen, der im Januar diesen Jahres im Diana Verlag erschienen ist.
Der Roman beschäftigt sich mit der Figur der Hildegard von Bingen: Die junge Theresa sucht Schutz im Kloster der Äbtissin Hildegard von Bingen, die eigentlich andere Sorgen hat als sich um das Mädchen zu kümmern. Es ihr ans Herz trotz seines rebellischen Charakters, der es nicht für das Klosterleben geschaffen hat. Als Theresa sich in den Händlersohn Willem verliebt, muss sie die Nonnen verlassen. Von der Wehmutter Eva wird sie zur Hebamme ausgebildet und schon bald darauf findet sie sich in einem gefährlichen Glaubenskonflikt mit der Kirche wieder. Allein Hildegard, die ihre größte Gegenspielerin geworden ist, kann ihr noch helfen.
Bestsellerautorin Brigitte Riebe wurde 1953 geboren. Bekannt wurde sie unter anderem mit den Romanen “Pforten der Nacht”, „Die Hüterin der Quelle“, „Schwarze Frau vom Nil”, sowie die beiden erfolgreichen Jakobsweg-Romane „Straße der Sterne“ und „Die sieben Monde des Jakobus“. Mit ihrem Mann lebt die Autorin in München. Ihre offizielle Website finden Sie hier. [...mehr]
Nicht nur Frankfurt ist mit seiner Buchmesse ein wichtiger Standort für die deutsche und internationale Buch- und Lesekultur. Auch in München wird gelesen: Ab Mitte November 2010 findet daher in der bayerischen Landeshauptstadt das “Literaturfest München” und auch die 51. Münchner Bücherschau statt.
Es soll “ein literarisches Fest für den Intellekt und die Sinne werden”, so Kulturreferent Dr. Hang-Georg Küppers über das “Literaturfest München”, das vom 17. November bis 05. Dezember 2010 in München stattfinden wird. Erstmals werden bekannte und bewährte Veranstaltungen wie die Münchner Bücherschau, der Geschwister-Scholl-Preis, der Preis für einen Bayerischen Kleinverlag und der Markt unabhängiger Verlage verknüpft und durch ein neues literarisches Programm, das forum:autoren, ergänzt. Somit sollte für alle Geschmäcker und Altersklassen etwas zu lesen dabei sein.
Zuschauermagnet für ein breites Publikum wird die 51. Münchner Bücherschau sein: Ziel ist es möglichst viele Altersklassen für Bücher, Themen und Autoren zu erreichen und zu begeistern. Das forum:autoren setzt dagegen auf ein dezidiert literarisches Programm. Natürlich werden sich – ähnlich wie zur Frankfurter Buchmesse – große Namen der deutschen und internationalen Literaturszene ein Stelldichein geben, darunter Nuruddin Farah, Yang Lian, Umberto Eco, Herta Müller, Dacia Maraini, António Lobo Antunes und Péter Esterházy, Hédi Kaddour, Petra Hulová und John Wray. [...mehr]
Das Haus der Kunst in München lädt ab Ende Oktober zu einer besonderen Ausstellung ein: “Tronies – Marlene Dumas und die Alten Meister” zeigt eine außergewöhnliche Kopf-Sammlung.
Ab dem 29. Oktober 2010 wird die Ausstellung “Tronies – Marlene Dumas und die Alten Meister” im Haus der Kunst eröffnet. Sie läuft bis 06. Februar 2011.
Bei der Tronie handelt es sich um die Darstellung eines Kopfes, der sich durch starken Ausdruck und individuelle Physiognomie auszeichnet. Der Begriff stammt aus dem Niederländischen des 16. und 17. Jahrhunderts und bedeutet soviel wie “Kopf”, “Gesicht” oder “Miene”. Die Bildform selbst wurde erst vor Kurzem von der kunstgeschichtlichen Forschung entdeckt. Tronies wurden zunächst als Vorlage für Figuren gemalt; später emanzipierte sich die Bildform, und es wurden autonome Kunstwerke geschaffen.
Den Werken von Marlene Dumas werden nun in der aktuellen Ausstellung historische Beispiele der niederländischen Tronies gegenübergestellt. Die 1953 in Kapstadt geborene Künstlerin siedelte 1976 in die Niederlande. In ihrem Werk bilden gezeichnete und gemalte Darstellungen von Köpfen eine Konstante, wobei sie entgegen der alten holländischen Meister überwiegend mit fotografischen Reproduktionen aus Büchern, Modemagazinen und Zeitungen arbeitet. Themen ihrer Bilder sind neben dem Alltäglichen wie Geburt, Liebe, Sex, Leiden, Tod und Religion auch Apartheid und Rassismus.
Ihre Gesichter sind meist überlebensgroß gemalt. Das Topmodel Naomi Campbell wird von ihr zum Beispiel als Ikone ohne Glamour dargestellt. Vervollständigt wird “Tronies – Marlene Dumas und die Alten Meister” durch eine Auswahl von Zeichnungen aus den vierteiligen Serien “Females”, “Jesus-Serene”, “Models” und “Rejects”. In all ihren Bildern stellt die Künstlerin immer wieder Bezüge zwischen Werken der Kunstgeschichte, etwa Cranach oder Courbet, und zeitgenössischen Themen und Prominenten her.
Weitere Informationen erhalten Sie auf der Website vom Haus der Kunst.
haus der kunst
prinzregentenstrasse 1
d 80538 münchen
Öffnungszeiten
mo–so 10–20 h
do 10–22 h [...mehr]
Es dauert nicht mehr lang, bis wieder die Kulturzeit in München nach dem bierseligen Oktoberfesttaumel beginnt: Am 16. Oktober 2010 lädt die Stadt zur Langen Nacht der Museen ein.
Von 19h bis 2h haben am Samstag, 16. Oktober 2010, die Museen Münchens wieder einmal geöffnet: 90 Museen, Sammlungen, Galerien und Kirchen laden ihre Besucher herzlich zu Ausstellungen, Aktionskunst, in große Kunsttempel und zu kleinen Kulturprojekten ein. Den Besucher erwartet eine bunte und breit gefächerte Vielfalt an Möglichkeiten.
Zu den “Großen” der Münchner Kunstszene zählen natürlich die drei Pinakotheken und das Museum Brandhorst, die bei der Langen Nacht dabei sind. Die Pinakothek der Moderne eröffnet an diesem Abend sogar die Videoinstallation “.Adyton.”. Aber auch andere sind dabei: Das Haus der Kunst zeigt eine epochale Schau unter dem Titel “Zukunft der Tradition. Tradition der Zukunft”, und das Bayerische Nationalmuseum beschäftigt sich in Führungen, Modeschauen und Geschichten mit Mode-Kunst.
Im Deutschen Museum wird es musikalisch mit Boogie Woogie und Rock’n'Roll und das Münchner Stadtmuseum beschäftigt sich noch einmal mit der 200jährigen Geschichte des Oktoberfestes. Darüber hinaus gibt es noch viele Angebote und auch die ein oder andere Überraschung im Programm der Langen Museumsnacht München. [...mehr]
Ein Jahrhundert nach der Ausstellung “Meisterwerke muhammedanischer Kunst” erinnert München sich an die legendäre Ausstellung. Im September 2010 beginnt nun das Programm, an dem sich Museen, Galerien und Bildungsinstitutionen beteiligen.
1910 fand in München die Ausstellung “Meisterwerke muhammedanischer Kunst” statt. Ihre Organisatoren hatten den Anspruch das gesamte Spektrum visueller Kultur islamischer Welt zu würdigen. Insgesamt über 3.600 Exponate wurden seinerzeit im Ausstellungspark auf der Münchner Theresienhöhe gezeigt. Zum 100jährigen Jubiläum der Ausstellung knüpft das Haus der Kunst nun an die Ausstellung von damals an und zeigt die Ausstellung “Tradition der Zukunft – Zukunft der Tradition”.
Unter dem Titel “Changing Views” läuft außerdem übergreifend über mehrere Einrichtungen eine Reihe von September 2010 bis Februar 2011. Der Auftakt begann bereits am 27. August mit der Ausstellung “Kein Abbild” in der WhiteBox, die noch bis zum 10. Oktober 2010 laufen wird.
Am 08. September 2010 beginnt dann “Changing Views” im Münchener Filmmuseum mit der Filmreihe “Reisen in die islamische Welt”. Gezeigt werden 21 internationale Spiel- und Dokumentarfilme über die Vielfalt der islamischen Welt. Einen Tag später findet die Premiere der Tanzperformance “Sense of Self II” im Muffatwerk statt, an der auch Studierende der Münchner Akademie der Bildenden Künste beteiligt sind.
Neben diesen laufen noch weitere Ausstellungen und Veranstaltungen zum Thema. Nähere Informationen zum Programm sowie weitere Termine zu „Changing Views“ erhalten Sie online unter dieser Adresse.
Auswahl von Veranstaltungen und Ausstellungen
seit 27. August 2010 – “Kein Abbild”, WhiteBox
08. September 2010 – Beginn der Filmreihe “Reisen in islamische Welten”, Filmmuseum München
09. September 2010 – Premiere der Tanzperformance “Sense of Self II” von Dali Touti, Muffatwerk.
17. September 2010 – Zukunft der Tradition - Tradition der Zukunft. 100 Jahre nach der Ausstellung Meisterwerke muhammedanischer Kunst in München, Haus der Kunst. [...mehr]
Im September 2010 sind in der Villa Waldberta drei Künstler zu Gast, die ihre Betrachter mit brisanten Themen und Motiven in ihren Bann ziehen.
Das internationale Künstlerhaus Villa Waldberta in Feldafing hat im September 2010 drei Künstler geladen, die ihre Arbeiten präsentieren.
Suat Ögüt
Der 1985 in Diyarbakir geborene Suat Ögüt lebt und arbeitet heute in Istanbul, wo er 2007 sein Studium der Bildenden Künste abschloss. Im Zentrum seiner Arbeit stehen sozialpolitische Themen, wobei ihn besonders die Beziehung vom öffentlichen zum privaten Raum interessiert. Er verwendet dabei diverse Medien, darunter Fotografie, Video, Internet und Multimedia-Installationen, mit denen er Bildsprache dekonstruiert und in neue Zusammenhänge stellt. Er wirkt auch bei dem Münchener Projekt “Cityscale” mit.
Die Finissage zu seiner Ausstellung findet am 19. September 2010 in der städtischen Kunsthalle lothringer13 statt.
Mehr Informationen zu Suat Ögüt erhalten Sie hier auf seinem Blog .
Michael von Graffenried
Der renommierte Fotograf Michael von Graffenried lebt und arbeitet seit über 20 Jahren in Paris. Er gilt als einer der eigenwilligsten Gegenwartsfotografen mit einem breiten Themenspektrum. Bei ihm verschwimmen die Grenzen zwischen Kunst und Fotojournalismus. Die Exotik zuhause ist für Graffenried genauso ein Thema wie Kriegsaufnahmen in Algerien und im Sudan. Beispielsweise setzte er als erster eine Panoramakamera für Reportagen ein.
Mehr Informationen erhalten Sie hier und hier.
Paola Romoli Venturi
Die italienische Künstlerin begann als Kostümbildnerin in Theater-, Kino- und Fernsehproduktionen, bevor sie ihren Weg zwischen Design und Kunst erfand. Ihr Material ist Stoff, dessen wichtigste Eigenschaft seine Transparenz ist.
Für ihre Arbeit erschuf sie den Begriff “Instant Art”: Sie skizziert erst lder auf ihrem Block, bevor sie selbst gefärbten Stoff bearbeitet, sodass das Endergebnis wie eine Zeichnung auf Papier aussieht. Inhaltlich ist sie an hochaktuellen und brisanten Themen interessiert, besonders die Mafia ist Gegenstand ihrer Installationen. Ihre Ausstellung “La Sentenza – Das Urteil”, die vom 15. September bis 24. Oktober 2010 läuft, beschäftigt sich genau damit.
Mehr Informationen erhalten Sie im Internet auf dieser Seite.
Villa Waldberta
Höhenbergstraße 25
82340 Feldafing [...mehr]
Noch bis 26. September 2010 ist im Lenbachhaus in München die Ausstellung “Der Blaue Reiter. Aquarelle, Zeichnungen und Druckgrafik aus dem Lenbachhaus – Ein Tanz in Farben“ zu sehen.
Erstmals werden innerhalb einer Ausstellung zusammenfassend Aquarelle, Druckgraphiken und Zeichnungen präsentiert. Unter den gezeigten Bildern befinden sich Werke von Albert Bloch, Heinrich Campendonk, Robert Delaunay, Alexej Jawlensky, Eugen von Kahler, Paul Klee, Else Lasker-Schüler, August Macke, Franz Marc, Alexander Sacharoff, Eugen Schiemann und Marianne von Werefkin – teils werden sie zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt. Die insgesamt 130 Blätter werden durch eine Auswahl von je 50 der besten Aquarelle und Zecihnungen von Wassily Kandindsky und Gabriele Münter, sowie 20 Originalgraphiken von Alfred Kubin ergänzt.
Das Lenbachhaus besitzt von Kandinsky, Münter und Kubin umfangreiche Bestände, von denen einige Teile bereits in verschiedenen Ausstellungen und Bestandskatalogen publiziert wurden. In der aktuellen Ausstellung, die bereits seit dem 19. Juni 2010 läuft, konzentrieren sich die gezeigten Werke auf die Zeit des “Blauen Reiters“.
In der Ausstellung werden für den Betrachter neue Bezüge offenbar, etwa zwischen den Holzschnitten “Geburt der Pferde” oder “Springende Pferdchen” von Franz Marc und den dynamischen Reiterdarstellungen der Aquarelle Wassily Kandinskys, oder zwischen den farbfunkelnden Postkarten von Franz Marc und Else Lasker-Schülers Prinz Jussuf-Illustrationen, oder auch zwischen den strahlenden Aquarellen von August Macke und Paul Klee, wie Gartentor in Tunis und Föhn im Marc’schen Garten.
Zur Website vom Lenbachhaus gelangen Sie hier.
Der Blaue Reiter. Aquarelle, Zeichnungen und Druckgrafik aus dem Lenbachhaus – Ein Tanz in Farben.
19.06.-26.09.2010
Lenbachhaus
Luisenstraße 33
80333 München
Eintritt und Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr
8 Euro, ermäßigt 4 Euro [...mehr]
Im Münchner Stadtmuseum findet vom 27. Mai bis zum 13. September die Sonderausstellung “Nude Visions” statt. Im Mittelpunkt steht natürlich der menschliche Körper und dessen Ablichtung im Kontext der letzten 150 Jahre.
Wer sich schon einmal mit Fotografie eindringlicher beschäftigt hat wird sicherlich über den Bereich Aktfotografie gestolpert sein. Sie fängt die natürliche Erscheinung des Menschen ein, zeigt sie, verändert sie oder deformiert sie sogar. Die Sonderausstellung “Nude Visions” im Münchner Stadtmuseum zeigt Aktfotografie im Wandel der Zeit der letzten 150 Jahre. [...mehr]





