Beiträge vom: September, 2010
Es dauert nicht mehr lang, bis wieder die Kulturzeit in München nach dem bierseligen Oktoberfesttaumel beginnt: Am 16. Oktober 2010 lädt die Stadt zur Langen Nacht der Museen ein.
Von 19h bis 2h haben am Samstag, 16. Oktober 2010, die Museen Münchens wieder einmal geöffnet: 90 Museen, Sammlungen, Galerien und Kirchen laden ihre Besucher herzlich zu Ausstellungen, Aktionskunst, in große Kunsttempel und zu kleinen Kulturprojekten ein. Den Besucher erwartet eine bunte und breit gefächerte Vielfalt an Möglichkeiten.
Zu den “Großen” der Münchner Kunstszene zählen natürlich die drei Pinakotheken und das Museum Brandhorst, die bei der Langen Nacht dabei sind. Die Pinakothek der Moderne eröffnet an diesem Abend sogar die Videoinstallation “.Adyton.”. Aber auch andere sind dabei: Das Haus der Kunst zeigt eine epochale Schau unter dem Titel “Zukunft der Tradition. Tradition der Zukunft”, und das Bayerische Nationalmuseum beschäftigt sich in Führungen, Modeschauen und Geschichten mit Mode-Kunst.
Im Deutschen Museum wird es musikalisch mit Boogie Woogie und Rock’n'Roll und das Münchner Stadtmuseum beschäftigt sich noch einmal mit der 200jährigen Geschichte des Oktoberfestes. Darüber hinaus gibt es noch viele Angebote und auch die ein oder andere Überraschung im Programm der Langen Museumsnacht München. [...mehr]
Vom Oktoberfest übrig gebliebene Biermarken müssen nicht entsorgt werden, sondern können später in bestimmten gastronomischen Einrichtungen eingetauscht werden.
In der Regel können die Biermarken in den Restaurants und Lokalitäten der Bierzeltbetreiber eingelöst werden. Jedoch sollte dies relativ zeitnah nach Beendigung des Oktoberfestes geschehen, da die Biermarken meist nur bis Ende November angenommen werden.
- Biermarken aus dem Augustiner Festzelt können im “Augustiner Restaurant und Festsäle” in der Neuhauser Straße 27 in München eingelöst werden.
- Übrig gebliebene Marken aus dem Hofbräu-Festzelt tauschen sie am Besten im Hofbräukeller in der Inneren Wiener Straße 19 ein.
- Waren Sie zu Gast im Hippodrom und wollen die übrigen Biermarken loswerden, können Sie dies an zwei Orten tun: im Andechser in der Winstraße 7 in München oder in der Waldwirtschaft in der Georg-Kalb-Straße 3 in Großhesselohe. [...mehr]
Während derzeit täglich Tausende zur Theresienwiese strömen, setzt sich München auch kulturell mit dem Oktoberfest auseinander. Die Ausstellung im Müncher Stadtmuseum zur Geschichte des Oktoberfestes begleitend, findet im Filmmuseum München am Donnerstag, 23. September 2010, die Filmreihe “Open Scene” statt.
Die Filmreihe “Open Scene” des Münchner Stadtmuseum zeigt am 23. September 2010 um 19h historische Kurzfilme – darunter sogar einen in 3D-Technik – und den Spiel- bzw. Dokumentarfilm “Bierkampf” (1978) von Herbert Achternbusch, der fast als frühe Form von “Versteckte Kamera” gelten kann. Die Reihe begleitet die Ausstellung “Das Oktoberfest 1810-2010″, die noch bis zum 31. Oktober 2010 im Münchner Stadtmuseum zu sehen sein wird. , sowie das derzeit stattfindende Oktoberfest selbst. So zeigen die ersten Kurzfilme an dem Abend das sich wandelnde Oktoberfest von 1930 bis 1950 und vermitteln einen Eindruck von den Wiesn von vor über 60 Jahren. Das Kurzfilmprogramm wird insgesamt circa 70 Minuten dauern.
Im Anschluss wird der Film “Bierkampf” von und mit Herbert Achternbusch vorgestellt, aus dem hier ein Ausschnitt zu sehen ist. Als “Trinker Herbert” schlüpft Achternbusch in eine gestohlene Polizeiuniform und beginnt Besucher des Oktoberfest zu maßregeln und zu provozieren. Auch wenn einige an der Echtheit seiner Uniform zweifeln, zeigt der Film doch, welch unumstößliche Autorität die Uniform ausstrahlt. Auch an Aktualität hat das Thema des Films mit Sicherheit nichts eingebüßt. Die Tragikomödie besticht durch ihren absurden Humor und lässt die Grenze zwischen Spiel- und Dokumentarfilm verschwimmen. Der Spielfilm dauert circa 85 Minuten und verspricht einen kurzweiligen Abend. [...mehr]
Umweltschutz und Klimawandel sind nicht nur angesichts aktueller Naturkatastrophen wie der Ölpest im Golf von Mexiko in aller Munde. Dass es Zeit ist, etwas zu ändern, ist nicht neu. Am Dienstag, 21. September 2010, beginnt der 4. Münchner Klimaherbst. Alternative Nobelpreisträger stellen ihre Ideen vor.
Im Kontrast zum Oktoberfesttaumel findet der Auftakt zum 4. Münchner Klimaherbst am 21. September 2010 um 19h im Gasteig an der Rosenheimer Straße 5 statt. Unter den Vortragenden sind die Gewinner des Alternativen Nobelpreises John F. C. Turner aus England, Pionier weltweiter Siedlungspolitik, sowie Francisco Whitaker Ferreira aus Brasilien, Sozialaktivist und Gründer des Weltsozialforums. Jährlich wird in Stockholm der Alternative Nobelpreis an Menschen oder Organisationen verliehen, die Lösungen für dringende Probleme unserer Zeit finden. Moderiert wird die Veranstaltung mit dem Titel “Findet Zukunft Stadt?” von Publizist Geseko von Lüpke und der Journalistin Dietlind Klemm.
Städte sind besonders stark für den Klimawandel verantwortlich. Sie verbrauchen 80% aller Ressourcen; urbane Lebens- und Wirtschaftsstile sind die größten Triebfedern von Klimawandel und Energieverknappung. Die Diskussionsrunde zum 4. Münchner Klimaherbst stellt sich der Frage, wie und was München zur Problemlösung beitragen kann, und wie engagierte Bürgerinnen und Bürger mit eingebunden werden können. [...mehr]
Es ist das größte Volksfest der Welt und lockt jedes Jahr Millionen Besucher nach München: Das Oktoberfest. In diesem Jahr findet es vom 18. September bis 04. Oktober 2010 statt und möchte mal wieder alle Rekorde brechen.
Es ist mal wieder soweit: Das 177. Münchner Oktoberfest öffnet in wenigen Tagen seine Tore, und es heißt wieder: “O’zapft is”. Millionen Menschen werden sich wieder in Dirndl und ihre Krachlederne kleiden und zur Münchner Theresienwiese pilgern, wenn das Oktoberfest 2010 eröffnet wird.
Wer einen der heiß begehrten Tische in einem der Festzelte ergattern möchte, muss sich ranhalten und möglichst schon gebucht haben. Die schriftlichen Anmeldungen zum Beispiel für die “Schottenhammel Festhalle” wurden bereits seit November 2009 entgegen genommen. Aber es ist auch nicht aussichtslos ganz unangemeldet zu erscheinen: Wer früh dran ist, kann sich durchaus noch einen Platz in einem der Zelte erkämpfen.
Eine Neuheit auf dem Oktoberfest 2010 ist das “Oktoberfest-App”, das man bei itunes kostenlos downloaden kann. Mithilfe des Apps bekommt der Besucher eine Orientierung über den Lageplan, aber auch darüber, welche Zelte noch geöffnet haben und welche bereits geschlossen sind. Über eine Verknüpfung mit Facebook kann man außerdem seine Freunde auf dem Laufenden halten, wieviele Maß man schon getrunken hat – Prosit! [...mehr]
Das alljährliche Oktoberfest steht vor der Tür und dazu gehört natürlich das klassische Dirndl. Aber wie bindet man die Dirndl-Schleife und was sagt sie über die Trägerin aus?
Je nachdem auf welcher Seite die Schleife getragen wird, signalisiert sie, ob die Trägerin flirtbereit ist oder ob sie sich in festen Händen befindet. Oder schlimmeren Falls, ob sie bereits verwitwet ist.
Welche Position sagt was aus?
Wird die Schleife auf der rechten Seite getragen, können die Herren der Schöpfung davon ausgehen, dass die Damen verheiratet oder zumindest vergeben sind. [...mehr]
Ein Jahrhundert nach der Ausstellung “Meisterwerke muhammedanischer Kunst” erinnert München sich an die legendäre Ausstellung. Im September 2010 beginnt nun das Programm, an dem sich Museen, Galerien und Bildungsinstitutionen beteiligen.
1910 fand in München die Ausstellung “Meisterwerke muhammedanischer Kunst” statt. Ihre Organisatoren hatten den Anspruch das gesamte Spektrum visueller Kultur islamischer Welt zu würdigen. Insgesamt über 3.600 Exponate wurden seinerzeit im Ausstellungspark auf der Münchner Theresienhöhe gezeigt. Zum 100jährigen Jubiläum der Ausstellung knüpft das Haus der Kunst nun an die Ausstellung von damals an und zeigt die Ausstellung “Tradition der Zukunft – Zukunft der Tradition”.
Unter dem Titel “Changing Views” läuft außerdem übergreifend über mehrere Einrichtungen eine Reihe von September 2010 bis Februar 2011. Der Auftakt begann bereits am 27. August mit der Ausstellung “Kein Abbild” in der WhiteBox, die noch bis zum 10. Oktober 2010 laufen wird.
Am 08. September 2010 beginnt dann “Changing Views” im Münchener Filmmuseum mit der Filmreihe “Reisen in die islamische Welt”. Gezeigt werden 21 internationale Spiel- und Dokumentarfilme über die Vielfalt der islamischen Welt. Einen Tag später findet die Premiere der Tanzperformance “Sense of Self II” im Muffatwerk statt, an der auch Studierende der Münchner Akademie der Bildenden Künste beteiligt sind.
Neben diesen laufen noch weitere Ausstellungen und Veranstaltungen zum Thema. Nähere Informationen zum Programm sowie weitere Termine zu „Changing Views“ erhalten Sie online unter dieser Adresse.
Auswahl von Veranstaltungen und Ausstellungen
seit 27. August 2010 – “Kein Abbild”, WhiteBox
08. September 2010 – Beginn der Filmreihe “Reisen in islamische Welten”, Filmmuseum München
09. September 2010 – Premiere der Tanzperformance “Sense of Self II” von Dali Touti, Muffatwerk.
17. September 2010 – Zukunft der Tradition - Tradition der Zukunft. 100 Jahre nach der Ausstellung Meisterwerke muhammedanischer Kunst in München, Haus der Kunst. [...mehr]
Im September 2010 sind in der Villa Waldberta drei Künstler zu Gast, die ihre Betrachter mit brisanten Themen und Motiven in ihren Bann ziehen.
Das internationale Künstlerhaus Villa Waldberta in Feldafing hat im September 2010 drei Künstler geladen, die ihre Arbeiten präsentieren.
Suat Ögüt
Der 1985 in Diyarbakir geborene Suat Ögüt lebt und arbeitet heute in Istanbul, wo er 2007 sein Studium der Bildenden Künste abschloss. Im Zentrum seiner Arbeit stehen sozialpolitische Themen, wobei ihn besonders die Beziehung vom öffentlichen zum privaten Raum interessiert. Er verwendet dabei diverse Medien, darunter Fotografie, Video, Internet und Multimedia-Installationen, mit denen er Bildsprache dekonstruiert und in neue Zusammenhänge stellt. Er wirkt auch bei dem Münchener Projekt “Cityscale” mit.
Die Finissage zu seiner Ausstellung findet am 19. September 2010 in der städtischen Kunsthalle lothringer13 statt.
Mehr Informationen zu Suat Ögüt erhalten Sie hier auf seinem Blog .
Michael von Graffenried
Der renommierte Fotograf Michael von Graffenried lebt und arbeitet seit über 20 Jahren in Paris. Er gilt als einer der eigenwilligsten Gegenwartsfotografen mit einem breiten Themenspektrum. Bei ihm verschwimmen die Grenzen zwischen Kunst und Fotojournalismus. Die Exotik zuhause ist für Graffenried genauso ein Thema wie Kriegsaufnahmen in Algerien und im Sudan. Beispielsweise setzte er als erster eine Panoramakamera für Reportagen ein.
Mehr Informationen erhalten Sie hier und hier.
Paola Romoli Venturi
Die italienische Künstlerin begann als Kostümbildnerin in Theater-, Kino- und Fernsehproduktionen, bevor sie ihren Weg zwischen Design und Kunst erfand. Ihr Material ist Stoff, dessen wichtigste Eigenschaft seine Transparenz ist.
Für ihre Arbeit erschuf sie den Begriff “Instant Art”: Sie skizziert erst lder auf ihrem Block, bevor sie selbst gefärbten Stoff bearbeitet, sodass das Endergebnis wie eine Zeichnung auf Papier aussieht. Inhaltlich ist sie an hochaktuellen und brisanten Themen interessiert, besonders die Mafia ist Gegenstand ihrer Installationen. Ihre Ausstellung “La Sentenza – Das Urteil”, die vom 15. September bis 24. Oktober 2010 läuft, beschäftigt sich genau damit.
Mehr Informationen erhalten Sie im Internet auf dieser Seite.
Villa Waldberta
Höhenbergstraße 25
82340 Feldafing [...mehr]





